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DU NICHT“ – Theaterstück der Friedrich-Realschule

Starkes Zeichen gegen Mobbing

Weinheim. Mobbing ist ein Thema, das viele Schülerinnen und Schüler leider aus eigener Erfahrung kennen – umso wichtiger ist es, dass junge Menschen sich damit aktiv und kreativ
auseinandersetzen. Genau das hat die Theater-AG der Friedrich-Realschule Weinheim (FRS) mit ihrer diesjährigen Produktion „DU NICHT“ getan. In einer intensiven Arbeitsphase
über mehrere Monate hinweg entstand ein berührendes, interaktives Stück, das Mobbing nicht nur auf der Bühne thematisiert, sondern auch das Publikum zur Reflexion einlädt.
Am Donnerstagabend, den 23. Juli 2025, präsentierten die Jugendlichen ihre Arbeit erstmals einem geladenen Publikum aus Eltern, Freunden und Unterstützenden – mit großem Erfolg.
Tags darauf folgten zwei Schulaufführungen für die 5., 6. und 7. Klassen. Auch hier fiel das Echo durchweg positiv aus: die Szenen seien bewegend, nachvollziehbar und „sehr
interessant“ gewesen, so die Rückmeldungen. Die Performance bestand aus kurzen, pointierten Szenen, in denen verschiedene Facetten
von Mobbing – vom Ausgrenzen über das Mitlaufen bis zum bewussten Wegschauen – sichtbar gemacht wurden. Mit Mitteln aus dem Bewegungstheater, mithilfe des Einsatzes von
Tonaufnahmen und Lichtstimmungen und gezielten Publikumsinteraktionen wurde eindrucksvoll gezeigt, wie Mobbing entsteht, wie es sich anfühlt – und was man dagegen tun kann.

Die Theater-AG entwickelte das Konzept nicht nur selbstständig, sondern brachte dabei auch eigene Erfahrungen ein. So entstand eine offene, performative Form, die über den
klassischen Theaterrahmen hinausgeht. Am Ende jeder Aufführung fand eine moderierte Gesprächsrunde statt, in der Szenen diskutiert und persönliche Eindrücke geteilt wurden.
Viele Zuschauerinnen und Zuschauer berichteten von eigenen Erlebnissen mit Ausgrenzung oder fanden sich in einzelnen Momenten des Stücks wieder. Die Gespräche wurden von
allen Seiten als wertvoll empfunden – ein Beleg für die nachhaltige Wirkung dieses besonderen Projekts.


Ein Highlight der Inszenierung war die Mitwirkung der Berliner Schauspielerin Claudia Wiedemer, bekannt unter anderem aus dem „Tatort: Vier Leben“. Sie unterstützte die
Theater-AG sowohl konzeptionell als auch praktisch, indem sie in regelmäßigen Video- Sessions coachte – und in der Woche vor der Premiere sogar persönlich nach Weinheim kam, um mit den Schüler*innen zu proben. Im Stück selbst trat sie als Hologramm „die digitale Eva“ auf und führte gemeinsam mit dem Publikum Übungen zum Thema „Komplimente machen“ und „Danke sagen“ durch – eine interaktive, humorvolle und
berührende Einlage, die allen Beteiligten große Freude bereitete. Ermöglicht wurde dieses außergewöhnliche Projekt durch die großzügige Unterstützung der Volksbank-Stiftung, der Bürgerstiftung Weinheim sowie des Fördervereins der FRS.

Mitgewirkt haben:
Merve Ülkü Melek, Radija Friedrich, Lillyane Drescher, Felisa Heckmann, Adidja Friedrich,
Ben Melzer, Leonie Berkowitz, Marisol Orellana Bahamonde, Anja Kovis, Sara Kattan

Leitung: Isabel Haist