
Ryan Hayashi
Wenn Münzen verschwinden und das Unmögliche möglich wird
Mannheim. Ein Mann, viele Talente: Ryan Hayashi ist in Mannheim vor allem als Karate-Lehrer und Leiter seines eigenen Dojos bekannt. Doch wer ihn nur mit Karate in Verbindung bringt, kennt längst nicht alle Facetten des 53-Jährigen.
Denn Ryan Hayashi ist auch Magier – und das mit einer beeindruckenden internationalen Bühnenkarriere.
In seiner neuen Show nimmt er sein Publikum mit in eine Welt, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint. Münzen verschwinden direkt vor den Augen der Zuschauer und tauchen an anderer Stelle wieder auf. Spielkarten wechseln scheinbar ihren Platz und aus scheinbar einfachen Bewegungen entstehen Momente, bei denen man sich unweigerlich fragt: Wie hat er das gerade gemacht?
Zwei Leidenschaften, eine außergewöhnliche Karriere
Die Verbindung zwischen Kampfkunst und Magie ist bei Ryan Hayashi kein Zufall. Beide Leidenschaften begleiten ihn bereits seit seiner Kindheit.
In einem Interview erzählte Hayashi einmal:
„Mit 12 Jahren habe ich die Entscheidung getroffen, dass es zwei Dinge im Leben gibt, die mich faszinieren. Das Erste ist das, was Bruce Lee gemacht hat. Das Zweite ist das, was David Copperfield damals in den 80er Jahre gemacht hat. Also die Kampfkunst und die Zauberei.“
Diese beiden Welten sind bis heute ein wichtiger Teil seines Lebens. Bereits mit acht Jahren begann Hayashi, sich mit Zauberei zu beschäftigen. Mit neun Jahren kam die Kampfkunst hinzu.
Heute verbindet er beides auf seine ganz eigene Weise: Präzision, Körperbeherrschung, Timing und jahrelanges Training treffen auf die Kunst der Illusion.

Ein Blick hinter die Kulissen
Für unsere Kurz-Dokumentation durften wir Ryan Hayashi bei den Vorbereitungen für seine neue Magieshow begleiten.
Dabei wird schnell deutlich: Hinter der Leichtigkeit, mit der die Tricks auf der Bühne wirken, steckt harte Arbeit. Jeder Handgriff muss sitzen, jede Bewegung präzise sein. Timing, Konzentration und jahrelange Übung machen aus einem Trick eine Illusion, die für das Publikum wie echte Magie wirkt.
Hayashi selbst beschreibt seine Verbindung zur Kampfkunst und Magie sehr deutlich. In einem Gespräch erklärte er, dass Karate unter anderem seine Handbewegungen, die Struktur seiner Acts, sein Timing und seine Trainingsdisziplin beeinflusst.
Vom Karate-Dojo auf die große Bühne
Seit dem Jahr 2000 lebt Ryan Hayashi in Mannheim. Ursprünglich kam er mit dem Plan nach Deutschland, nur ein Jahr als Englischlehrer zu arbeiten. Aus diesem einen Jahr wurden inzwischen mehr als zwei Jahrzehnte. Mannheim wurde zu seiner Heimat.
Neben seiner Tätigkeit als Magier unterrichtet er bis heute Shotokan-Karate in seinem eigenen Hayashi Dojo in Mannheim.
Doch auch auf den großen Bühnen der Magie hat Hayashi längst seine Spuren hinterlassen. 2008 war er bei „The Next Uri Geller“ zu sehen, 2010 folgte ein Auftritt bei „Das Supertalent“.
International bekannt wurde er unter anderem durch seine Auftritte bei „Penn & Teller: Fool Us“ und „Britain’s Got Talent“. Auf seiner eigenen Website beschreibt er sich als Magier, Entertainer, Mentor und Motivationscoach.
„
Die Magie hat weniger Regeln“
Was Hayashi an der Zauberei besonders fasziniert, hat er ebenfalls einmal in einem Gespräch erklärt. Im Gegensatz zu vielen anderen Formen des Entertainments gebe es in der Zauberei weniger feste Regeln und Rahmenbedingungen. Genau diese Freiheit mache für ihn einen besonderen Reiz aus.
Vielleicht ist genau das der Grund, warum seine Auftritte so vielseitig wirken: Ryan Hayashi folgt nicht nur einem einzigen Stil. Er verbindet Geschichten, Persönlichkeit, Comedy, Kampfkunst und Close-up-Magie zu einer eigenen Bühnenwelt.
Eine Welt voller Illusionen
Und genau diese Welt durften wir bei den Vorbereitungen seiner neuen Show erleben.
Eine Münze liegt in seiner Hand – und im nächsten Moment ist sie verschwunden. Karten wechseln ihren Platz, Gegenstände erscheinen scheinbar aus dem Nichts und das Unmögliche wird für einen kurzen Augenblick ganz real.
Man weiß, dass irgendwo ein Trick dahinterstecken muss.
Aber vielleicht ist genau das der Zauber.
Denn gute Magie lebt nicht davon, dass wir alles verstehen. Sie lebt von dem Moment, in dem wir für einen Augenblick vergessen, dass wir eigentlich wissen, wie die Welt funktioniert.
Es scheint, als sei Ryan nicht von dieser Welt.
Und am Ende bleibt nur eines: sich zu fragen:
„Wie in aller Welt hat er das gemacht?“
