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Christiane Ritter: Eine Frau erlebt die Polarnacht

Bücher-Tick mit Marion

Über mich

Mein Name ist Marion, ich bin Journalistin und ich lese gerne. Regelmäßig durchforste ich die Bücherregale, an denen man sich kostenlos bedienen kann. Hier finde ich Schmöker, die ich nie im Sortiment einer Buchhandlung oder nur selten in einer Bücherei gefunden hätte. So auch das Buch „Eine Frau erlebt die Polarnacht“ von Christiane Ritter.




Die Autorin:




Die österreichische Malerin und Autorin Christiane Ritter lebte von 1897 bis 2000. In Wikipedia steht: Zunächst wollte sie die Laufbahn einer Tänzerin einschlagen, doch dann erwachte ihr Interesse an den bildenden Künsten. Ihre Grundlagen als Malerin und Illustratorin wurden auf verschiedenen Schulen in München, Wien und Berlin gelegt. Mit 20 Jahren heiratete sie Hermann Ritter, der gerade sein Schiffsoffizierspatent in der Tasche hatte. Nach dem Zweiten Weltkrieg übersiedelte sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter nach Leoben in der Steiermark. Sie starb mit 103 Jahren. Ihr Buch „Eine Frau erlebt die Polarnacht“ gehört zu den Standardwerken der deutschsprachigen Polar-Literatur




Die Geschichte:

Christiane Ritter verbrachte von 1934 bis 1935 mit ihrem Mann und einem Pelzjäger ein Jahr in einer winzigen Holzhütte auf Spitzbergen, 250 Kilometer von der nächsten menschlichen Ansiedlung entfernt. Kurz vor ihrer Abreise schrieb ihr Mann: Bringe ja nicht mehr mit, als Du selbst in einem Rucksack bequem tragen kannst. P.S. Wenn Du noch Platz in Deinem Rucksack hast, dann bringe, bitte, Zahnpasta für 2 Mann und für 1 Jahr mit und Nähnadeln.“

An einem glühendheißen Julitag machte sich Christiane Ritter also auf den Weg zu einer winzigen Hütte in Geröll, Eis und Schnee. Sie erlebte dort bei Minus 40 oder 50 Grad Celsius die Schrecken der Schneestürme, die Grausamkeit der monatelangen Finsternis und die ungeheure Schönheit des arktischen Sommers mit Stille und Einsamkeit.

Info: Christiane Ritter: Eine Frau erlebt die Polarnacht. Ullstein.

Erstmals erschienen 1938 im Prophyläen Verlag 1938. Mit Aquarellen und Federzeichnungen der Autorin.