
Gemeinsam schaffen wir was!
Großes Helferfest im Rhein-Neckar-Zentrum beendet die Freiwilligentage 2026
Ein Fest für alle, die anpacken, helfen und unsere Region gemeinsam gestalten: Mit einem großen Helferfest im Rhein-Neckar-Zentrum wurden die diesjährigen Freiwilligentage „Wir schaffen was“ gefeiert. Nach Tagen voller Engagement, Einsatz und Begegnungen kamen die Helferinnen und Helfer zusammen, um gemeinsam den Abschluss einer außergewöhnlichen Aktion zu feiern.
Ehrenamt verbindet die gesamte Metropolregion
Die Freiwilligentage der Metropolregion Rhein-Neckar zeigen jedes Mal aufs Neue, wie viel bewegt werden kann, wenn Menschen ihre Zeit und ihre Energie für andere einsetzen. Vom 12. bis 20. September 2026 fanden die zehnten Freiwilligentage statt – mit Projekten in zahlreichen Städten und Gemeinden der gesamten Region. Insgesamt standen 2026 mehr als 320 Projekte in 55 Städten und Gemeinden zur Auswahl.
Das Besondere: Die Aktion macht nicht an Ländergrenzen halt. Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz werden durch das gemeinsame Engagement miteinander verbunden. Genau diese länderübergreifende Zusammenarbeit macht „Wir schaffen was“ zu einem besonderen Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt.

Seit 2008 gibt es die Freiwilligentage im Dreiländereck. Zum zehnjährigen Jubiläum stand die Aktion 2026 unter dem Motto #wirschaffenvielfalt.
Im Rhein-Neckar-Zentrum wurde Danke gesagt
Das Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim wurde zum Treffpunkt für die Menschen, die während der Freiwilligentage mit angepackt hatten. Für Daniel Marquard, den Manager des Rhein-Neckar-Zentrums, war es bereits das siebte Helferfest. Im Interview mit Metropolregion.tv erzählt er, wie besonders es für ihn ist, dieses Fest jedes Jahr gemeinsam mit Partnern auf die Beine zu stellen.
Dabei ging es nicht nur um ein Dankeschön, sondern vor allem um Gemeinschaft. Familien, Kinder, Vereine und Ehrenamtliche kamen zusammen, genossen das Fest und feierten gemeinsam den Abschluss der Aktion.
Auch musikalisch wurde einiges geboten: Künstler aus der Region sorgten für Unterhaltung, Tanzgruppen präsentierten ihr Können und das Fest wurde zu einem bunten Treffpunkt für mehrere Generationen.

Über 700 Freiwillige allein bei den Viernheimer Projekten
Wie viel ehrenamtlicher Einsatz in den vergangenen Tagen geleistet wurde, zeigte sich auch in den Gesprächen vor Ort. Harald Hoffmann Leiter des Fachbereichs „Bürgerkommune / Engagementförderung“ ,berichtete im Interview von mehr als 700 Freiwilligen, die bei den Projekten allein in Viernheim aktiv waren.
Dabei wurde deutlich: Ehrenamt bedeutet nicht einfach nur Arbeit. Es bedeutet Begegnung, Teamgeist und das gemeinsame Gefühl, etwas geschafft zu haben.
„Die Leute haben Spaß, die arbeiten zusammen, die essen zusammen, die lachen zusammen“, beschreibt Hoffmann die besondere Atmosphäre der Freiwilligentage.
Und genau das war beim Helferfest im Rhein-Neckar-Zentrum spürbar.
60 Helferinnen und Helfer im Familienzentrum
Auch im Familienzentrum Hirschenstraße wurde kräftig angepackt. Rund 60 Helferinnen und Helfer beteiligten sich dort – darunter zahlreiche Kinder.
Gemeinsam wurden Räume gestrichen und Einrichtungsgegenstände überarbeitet. Für Diana Glanda, die Leiterin des Familienzentrums, ist genau das einer der großen Vorteile des Freiwilligentages: Arbeiten, die im Alltag oft liegen bleiben müssen, können gemeinsam an einem Tag erledigt werden.
Besonders beeindruckt sie dabei die Gemeinschaft. Menschen, die sich vorher kaum kannten, arbeiten plötzlich Seite an Seite an einem gemeinsamen Projekt. Familien bringen weitere Familienmitglieder mit, Kinder helfen mit und am Ende entsteht mehr als nur ein erledigtes Arbeitsprojekt: Es entstehen Begegnungen.

Wenn 300 Quadratmeter Judomatten bewegt werden
Wie viel körperlicher Einsatz hinter einem Freiwilligenprojekt stecken kann, zeigte der Judo Club Weinheim.
Mehr als 40 Aktive waren im Einsatz, um unter anderem rund 300 Quadratmeter Judomatten aus dem Depot zu holen, die Halle gründlich zu reinigen und anschließend alles wieder zurückzubringen.
Für Eckhart Scholz, stellvertretender Vorsitzender des Judo Club Academy, ist die Teilnahme längst zu einer Herzensangelegenheit geworden. Gemeinsam mit seiner Frau engagiert er sich bereits seit vielen Jahren.
Und auch für die Kinder ist der Einsatz ein Erlebnis. Die junge Helferin Francesca erzählt im Interview begeistert von den gemeinsamen Aktionen und davon, dass sie im kommenden Jahr gerne wieder dabei wäre.

Engagement kennt kein Alter
Besonders schön war beim Helferfest zu sehen, dass Engagement keine Altersgrenze kennt.
Kinder und Jugendliche waren ebenso dabei wie Eltern, Großeltern, Vereinsmitglieder und langjährige Ehrenamtliche. Auf der Bühne sorgten unter anderem junge Tänzerinnen für Begeisterung. Für die Gruppen ist das gemeinsame Auftreten nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern stärkt auch den Zusammenhalt.
Eine der jungen Tänzerinnen brachte es im Interview auf den Punkt: Durch die gemeinsamen Auftritte entstehen Freundschaften und die Gruppe wächst zusammen.

Ein Fest der Vielfalt
Genau diese Vielfalt war auch das Motto der diesjährigen Freiwilligentage. Unter #wirschaffenvielfalt sollte sichtbar werden, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für ein offenes und gemeinschaftliches Zusammenleben ist.
Ob im Heilkräutergarten, im Familienzentrum, im Sportverein, bei Umweltprojekten oder bei zahlreichen anderen Initiativen: Überall in der Metropolregion wurde angepackt.
Auch in Weinheim zeigte sich diese Vielfalt. Im Heilkräutergarten beispielsweise arbeiteten rund ein Dutzend Helferinnen und Helfer unter Anleitung von Astrid Eichelroth und machten die Anlage fit für Herbst und Winter.

Landrat Christian Engelhardt: „Gemeinsam anpacken und etwas bewegen“
Auch Landrat Christian Engelhardt Kreis Bergstraße würdigte beim Helferfest das große Engagement der zahlreichen Freiwilligen. Er betonte die Bedeutung des Ehrenamts für die Region und hob hervor, wie wichtig es sei, dass Menschen ihre Zeit investieren, gemeinsam anpacken und damit konkrete Projekte voranbringen. Das Helferfest sei deshalb nicht nur ein schöner Abschluss, sondern auch ein herzliches Dankeschön an alle, die mit ihrem Einsatz gezeigt haben, wie stark Gemeinschaft und Zusammenhalt in der Region sind.
„Wir schaffen was“ – und machen weiter
Das Helferfest im Rhein-Neckar-Zentrum war deshalb weit mehr als eine Abschlussveranstaltung. Es war ein großes Dankeschön an alle Menschen, die ihre Freizeit investiert und Verantwortung übernommen haben.
Die Freiwilligentage zeigen eindrucksvoll, dass eine Region dann besonders stark ist, wenn Menschen nicht nur nebeneinander leben, sondern miteinander anpacken.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Botschaft von „Wir schaffen was“:
Gemeinsam geht mehr.
Denn was in diesen Tagen geschaffen wurde, sind nicht nur saubere Gärten, renovierte Räume, gepflegte Vereinsanlagen oder neue Projekte. Es sind vor allem Begegnungen, Gemeinschaft und das gute Gefühl, gemeinsam etwas bewegt zu haben.
