
Die Welt mit Kinderaugen sehen
Jugendbeteiligung mit dem Stadtjugendring: Stadtteildetektive der
Weinheimer Grundschulen stellen sich im Gemeinderat vor
Weinheim. Spannende Spielplätze, sichere Schulwege, saubere Toiletten, Zebrastreifen,
ein Baumhaus im Schlosspark – die Ideen, Wünsche und Bedarfe der so genannten
Stadtteildetektive sind vielfältig. Selbstbewusst und motiviert sind die Grundschulkinder mit
den Mitarbeitern des Stadtjugendring Weinheim in den zurückliegenden Wochen und
Monaten durch die Stadt gezogen, jeweils im Umfeld ihrer Schule, um zu definieren, was
sie gerne anders hätten. Die Stadtteildetektive sind ein Bestandtteil der Kinder- und
Jugendbeteiligungsprozesse, die Weinheims jüngste Bewohner zu überzeugten
Demokraten schulen sollen. Dazu gehört auch ein Vortrag im Gemeinderat.
„Es ist wichtig, dass ihr sicher seid, gehört zu werden und eure Meinung sagen zu
können“, rief Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just den Kindern zu, die ihre
Erkentnisse am Mittwochabend im politischen Raum präsentierten. Die aufgeweckten
Kinder riefen im Gremium ebenso Begeisterung hervor wie das engagierte Team des
Stadtjugendrings, das die Aktion jetzt schon zum wiederholten Mal begleitet hat. Just
verwies aber auch darauf, dass es zum demokratischen Lernprozess gehöre, zu
verstehen, was nicht realisierbar sei. Auch das gehöre zum Demokratieverständnis.
Die „Detektive“ wurden im Gemeinderat von einigen begeisterten Eltern und engagierten
Lehrkräften der Schulen begleitet. Im Foyer hatten sie Pinnwände mit ihrem Themen
aufgestellt, die von den Kommunalpolitikern sorgfältig ausgewertet wurden.
Die Sprecher der Fraktionen am Ratstisch ermunterten den Stadtjugendring und die
Schulen, weiter an dem Projekt festzuhalten, um Kindern und Jugendlichen in der Stadt
eine Stimme zu geben. „Auch für uns ist es gut, die Welt einmal mit Kinderaugen zu
sehen“, hieß es in der Sitzung.
OB Just verwies darauf, dass die Stadtteildetektive nur ein Bestandteil der
Jugendbeteiligung in Weinheim ist. Diesem Projekt, das sich den Grundschulkindern
widmet, schließe sich der Achter-Rat der Achtklässler und dann der Jugendgemeinderat
als politisches Gremium an.
